erschöpfungssyndrom

Was ist ME/CFS? Eine Übersicht zum Chronischen Erschöpfungssyndrom

Habe ich ME/CFS? Leide ich am Chronischen Erschöpfungssyndrom?

Das Chronische Erschöpfungssyndrom, ME/CFS ist im Wesentlichen an der massiven geistigen und körperlichen Erschöpfung und grippeähnlichen Symptomen zu erkennen. Hauptsymptom und Erkennungsmerkmal ist eine Zustandsverschlechterung nach Belastung. Es kommt zu Fehlregulationen mehrerer Körpersysteme und einer Vielzahl an Beschwerden und Symptomen. Bislang wurden mehr als 500 expertenbewertete Artikel veröffentlicht, die eine Vielzahl von physiologischen Abnormalitäten bei ME/CFS – Patienten aufzeigen.

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Wie viele Menschen sind betroffen?

Analog zu internationalen Angaben und zahlreichen Studien dürften in Österreich mindestens 25.000 Menschen vom Chronischen Erschöpfungssyndrom betroffen sein. Viele Betroffene können nicht mehr aktiv am Leben teilnehmen und sind größtenteils ans Bett oder Haus gebunden. Hilfe bekommen sie trotzdem kaum, da Ärzte in der Regel nicht entsprechend ausgebildet sind. Dabei könnte man vielen Betroffenen zumindest bei der Linderung der oft quälenden Symptome helfen. Die Situation in Österreich ist schlichtweg verheerend. 96 % 1 der Betroffenen haben keine oder eine falsche Diagnose und werden somit falsch und oft auch schädigend behandelt.  Siehe auch: Informationen zur Situation in Österreich.

Oft gestellte Fehldiagnosen sind: Depressionen, Burnout, somatoforme Störung und manchmal auch Fibromyalgie, die aber nicht selten eine Begleiterkrankung von ME/CFS ist.

Was ist der Auslöser des Chronischen Erschöpfungssyndroms

Auslöser für ME/CFS können chronische (niedriggradige) Infektionen (Epstein Barr, Borreliose etc.), Entzündungen, Vergiftungen und/oder physische oder psychische Überlastung sein. Auch Erbliche Faktoren dürften eine Rolle spielen, da es nicht selten mehrere Betroffene innerhalb von Familien gibt.

Obwohl man die genaue Ursache noch nicht restlos versteht, konnten in weit über 4000 Studien zahlreiche Fehlregulationen & Abnormalitäten bei Betroffenen nachgewiesen werden, die wiederum zu teils erheblichen Symptomen & Problemen führen. Unter Anderem kommt es zu Fehlregulationen des Nervensystems, des Immunsystems und des Hormonsystems. Man konnte auch neurologische, endorkine und muskuläre Abnormitäten nachweisen.

Wie sind die langfristigen Aussichten bei ME/CFS

Die langfristigen Aussichten Betroffener sind unterschiedlich. Eine vollständige Heilung dürfte eher selten sein. Jedoch ist bei einem guten Teil der ME/CFS – Betroffenen zumindest eine teilweise Besserung und vor allem eine Linderung der Symptome möglich. Eine frühzeitige therapeutische Intervention und eine rechtzeitige Diagnose führen oft zu einer besseren Prognose.

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1 diesen Wert haben wir anhand von Daten der Statistik Austria berechnet.

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