Was ist ME/CFS?

Die Myalgische Enzephalomyelitis, auch Chronic Fatigue Syndrome oder Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) genannt, ist eine schwere Multisystemerkrankung. Leitsymptom ist eine “allumfassende” körperliche sowie geistige Erschöpfung und Schwäche, die durch Ruhe nicht verbessert wird. ME/CFS kann je nach Ausprägung zu einem hohen Grad körperlicher Behinderung bis hin zur Pflegebedürftigkeit führen. Ein weiteres Merkmal ist die Zustandsverschlechterung nach körperlicher oder mentaler Anstrengung. Selbst einfache Alltagsaktivitäten können zu anstrengend sein und eine Verschlechterung auslösen. Sehr häufig sind diese Erschöpfungszustände begleitet von Schlafstörungen, kognitiven und neurologischen Beeinträchtigungen und Schmerzen.

Die schweren Symptome und die daraus resultierenden Einschränkungen stellen eine enorme Belastung dar. Die Symptome können jahrelang bestehen bleiben, und die meisten PatientInnen erreichen nie wieder ihr ursprüngliches Gesundheits- oder Funktionsniveau.

In der Vergangenheit wurde ME/CFS fälschlicherweise als psychische Erkrankung missverstanden. Deshalb stellt das CDC (Center for Disease Control, USA) klar: “ME/CFS ist eine biologische Erkrankung, keine psychische Störung. ME/CFS-PatientInnen simulieren ihre Erkrankung nicht und streben keinen sekundären Krankheitsgewinn an. Diese erkrankten Menschen weisen verschiedene pathophysiologische Veränderungen auf, die mehrere Körpersysteme betreffen.”

Das Chronic Fatigue Syndrome (ME/CFS) ist nicht zu verwechseln mit der bei vielen Krankheiten lediglich als Symptom auftretenden chronischen Erschöpfung.

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