ME/CFS Behandlungs- und Notfalls Empfehlungen für medizinisches Personal und ÄrztInnen.

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Hier finden Sie eine kurze Übersicht von Faktoren, die im Umgang mit ME/CFS PatientInnen beachtet werden sollten. Bei Fragen stehen wir gerne unter contact@cfs-hilfe.at zur Verfügung.

Was ist ME/CFS?

Krankentransport & Umgang mit bettlägerigen, sehr schwer Betroffenen

Narkose & Operation

Empfehlungen des Hunter-Hopkins Center, USA: Advice for PWCs Anticipating Anesthesia or Surgery

  • Stellen Sie sicher, dass die Magnesium- und Kaliumspiegel im Serum ausreichend sind
  • Hydratieren Sie den Patienten vor der Operation
  • Verwenden Sie Katecholamine, Sympathomimetika, Vasodilatatoren und blutdrucksenkende Mittel mit Vorsicht
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Histamin freisetzende Anästhetika und muskelentspannende Mittel
  • Verwenden Sie Beruhigungsmittel sparsam
  • Fragen Sie nach Kräutern und Nahrungsergänzungsmitteln und raten Sie den Patienten, solche Therapien mindestens eine Woche vor der Operation abzubrechen
  • Erwägen Sie eine Cortisol-Supplementierung bei Patienten, die chronisch Steroid-Medikamente einnehmen oder schwer krank sind.

Abgestufte Bewegungstherapie

Eines der zentralen Symptome von ME/CFS ist die Belastungsintoleranz; demnach können körperliche Aktivierung oder andere Belastungen eine gravierende Verschlechterung der Symptomatik und des Krankheitsverlaufes nach sich ziehen

Medikamentenunverträglichkeit und Allergien

Bei ME/CFS bestehen oft Empfindlichkeit gegenüber Arzneimitteln und Chemikalien. Es kommt immer wieder zu Medikamentenunverträglichkeiten. Es wird deshalb dringend empfohlen, Medikamente zuerst in sehr geringen Dosen zu “testen”. 

⇨ Weitere Informationen: Severely Affected Patients Empfehlungen des CDC (Centers for Disease Control USA)

Behandlung von Begleiterkrankungen

Bei der Behandlung anderer Erkrankungen bzw. Begleiterkrankungen (Komorbiditäten) und Leiden mit überlappenden Symptomen wie z.B. Schlafstörungen, Schmerzen usw. ist es wichtig zu beachten, dass ME/CFS-PatientInnen häufig sehr empfindlich auf Medikamente reagieren. Das US-amerikanische CDC empfiehlt ÄrztInnen zu beachten, dass sich der Zustand von ME/CFS-PatientInnen durch Medikamentennebenwirkungen verschlechtern kann. “Dies gilt insbesondere für alle Medikamente, die auf das Zentralnervensystem wirken, wie z.B. sedierende Medikamente: therapeutische Vorteile können häufig bei niedrigeren Dosierungen erzielt werden. PatientInnen mit ME/CFS tolerieren möglicherweise nur einen Bruchteil der üblichen oder empfohlenen Dosierungen für Medikamente.”

Keine Blutspenden

Die BLUTSPENDEZENTRALE des ÖRK gibt bekannt, dass zum Schutz des Spenders (die Spende kann zu einer deutlichen Verschlechterung der Symptomatik führen) als auch zum Schutz des Empfängers des Blutproduktes (diverse Veränderungen bestimmter Botenstoff im Blut) bei einer diagnostizierten ME/CFS Erkrankung von einer Blutspende abgesehen werden muss.