Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie berichtet über ME/CFS Tagung

In den Medizinische Kurznachrichten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie berichtet Prof. Helmut Schatz über die Tagung „Accelerating Research on Myalgic Encephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome (ME / CFS) Meeting“ in Maryland, April 2019. Diese wurde vom National Institutes of Health (NIH) gesponsert.

Zu den wichtigsten Punkten seiner Berichterstattung gehören:
„zwei Schlüssel-Symptomenkomplexe, die von entscheidender Wichtigkeit für die Diagnose sind: Auftreten der Erkrankung nach Anstrengung (Postexertional malaise, PEM) und Orthostase-Intoleranz (OI).

Nach der Definition des Institute (heute: Academy) of Medicine (IOM) aus dem Jahre 2015 sind zur Diagnose nötig 1.) Ausbruch („Crash“) oder Verschlechterung aller Symptome nach Anstrengung, 2.) mindestens 6 Monate anhaltende und leistungseinschränkende Müdigkeit, 3.) Fehlen eines erholsamen Schlafs und 4.) Orthostase-Intoleranz oder kognitive Dysfunktion.“

Weitere Punkte sind:

  • David D. Systrom berichtete über kardiopulmonalen Veränderungen bei ME/CFS Patienten.
  • Peter C. Rowe „sprach über die Orthostase-Insuffizienz bei der Kipptisch-Untersuchung: Der cerebrale Blutfluss nahm bei den Patienten im Vergleich zu Kontrollpersonen signifikant ab, ohne Veränderungen der Herzfrequenz oder des Blutdrucks. Dies trat unabhängig von VO2 max. auf, die dafür sprachen, dass die Resultate nicht bloß auf krankheitsbedingte Inaktivität zurückgeführt werden können.“
  • David D. Systrom zur 3. Testphase zum Einsatz von Pyridostigmin (Mestinon®) bei ME/CFS.

Prof. Helmut Schatz merkt an:
„Auf jeden Fall sollen Ärzte ME/CFS als reales Krankheitsbild akzeptieren, die Patienten ernst nehmen und deren Beschwerden symptomatisch behandeln wie etwa die Schlafstörungen, Schmerzen oder gastrointestinalen Beschwerden“.

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